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Anlageverhalten in Österreich

Stimmungsbarometer

Seit den 80er-Jahren erhebt die GfK Austria, welche Anlageformen für 20.000 Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre - unabhängig von der Nutzung - am interessantesten sind.

Über das Jahr 2010 gesehen gibt es mehrere Sieger und nur einen Verlierer. Der Rückgang des Sparbuchs ist zwar auf hohem Niveau aber dramatisch verlaufen ? es stürzte von 52 % auf 44 % ab. Die niedrigen Sparbuchzinsen scheinen definitiv nicht anzukommen. Umso interessanter ist der Bausparvertrag. Der hat 2010 ein sensationelles Comeback hingelegt und sich seine Poleposition zurückgeholt. Es war zu Jahresbeginn noch ein hartes Match mit dem Sparbuch, seit dem 2. Quartal 2010 aber liegt der Bausparvertrag an der Nummer 1 der Beliebtheit. Das ist vermutlich auch darauf zurückzuführen, weil Bausparen doch gesamthafter ? mit Prämie, Sicherheit, Finanzierungsanspruch etc. - gesehen wird. Gerade in einer Zeit, wo auch die Bausparfinanzierung an Bedeutung zunimmt.

Das wieder gewonnene Vertrauen in mittel- und längerfristige Veranlagungen zeigt sich auch in den Steigerungen von Versicherungsprodukten. Die klassische Lebensversicherung stieg von 19 auf 23 %, die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung kam auf 19 %.

Immobilienkäufe aller Art haben in Krisenzeiten ohnehin immer Saison, sie sind halt nur einem kleineren Personenkreis vorbehalten. Ähnlich verhält es sich mit Gold. Das Interesse ist nach wie vor gegeben, im 4. Quartal  aber ein bisschen gebremst. Ein Zusammenhang mit dem fallenden Goldpreis ist hier zusehen.

Die Stimmung könnte besser nicht sein. Fangen wir sie ein und nützen wir sie für ein Fortsetzung der Bausparerfolgsgeschichte im heurigen Jahr.

Die Fragestellung lautete: ?Welche Möglichkeiten Geld anzulegen sind derzeit besonders interessant??