AÖB-Pressegespräch "Bausparen boomt ? mit Sicherheit" am 29.01.2010
2009 wurde erstmals mehr als eine Million neuer Bausparverträge abgeschlossen!
Jedenfalls ein dermaßen erfreulicher Anlass, dass die 4 österreichischen Bausparkassen, namens des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen, am 29. Jänner 2010 zu einem Pressegespräch einluden, bei dem die Generaldirektoren der Institute sich gerne den Fragen der zahlreich erschienenen Journalisten stellten und gemeinsam ein tolles Bausparjahr Revue passieren ließen.
?1.021.226 neue Bausparverträge konnten die vier österreichischen Bausparkassen im vergangenen Jahr abschließen?, freut sich GenDir. Dr. Susanne Riess-Passer, derzeit Vorsitzende des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen, ?das ist das beste Neugeschäfts-Ergebnis in der 85jährigen Geschichte des Bausparens in Österreich!?
Bei der Geldanlage überwiegt Sicherheitsdenken
Gerade jetzt in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten setzen die Konsumenten auf sichere Anlageformen. Das zeigt auch eine aktuelle Gfk Austria-Umfrage zur Beliebtheit diverser Sparformen bei den Österreichern: Das Sparbuch ist mit 52 % Zustimmung die beliebteste Sparform, knapp gefolgt vom Bausparvertrag mit 48 %.
Mit Abstand folgen in der Beliebtheitsskala Investments in Grundstücke, Lebensversicherungen, Gold und die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge. Aktien und Investmentfonds sind auf niedrigem Niveau die Schlusslichter..
Bausparen ist aber mehr als ?nur? eine sichere Sparform, Bausparen punktet auch als risikolose Finanzierungsform. Bausparen stärkt die Eigeninitiative. Die Menschen nehmen ihre Zukunft ? mit den Bausparkassen als starke Partner ? selbst in die Hand.
Mehr als 5,5 Millionen Österreicher nutzen Bausparen
Zum Rekordergebnis im Ansparbereich trug auch die Anhebung der Bemessungsgrundlage von 1.000 auf 1.200 Euro pro Person und Jahr bei. Prämienbegünstigtes Bausparen wurde damit ab 1.1.2009 noch attraktiver; Bausparer können bis zu 20 % mehr staatliche Bausparprämie lukrieren.
Mit der Anhebung entsprach die Regierung einem langjährigen Wunsch der Bausparkassen. Die Erhöhung stärkt das Bausparsystem und ermöglicht den Bausparkassen, Darlehenswünsche rasch erfüllen zu können. Im Jahr 2009 betrugen die staatlichen Aufwendungen für die Bausparprämie 155 Mio. Euro (2008: 134 Mio. Euro).
Insgesamt betreuen die österreichischen Bausparkassen jetzt 5.096.658 Sparkonten (2008: 5.037.688) mit Bauspareinlagen in Höhe von 18.078 Mio. Euro (2008: 17.128 Mio. Euro), womit 2009 erstmals die Grenze von 18 Mrd. Euro überschritten wurde.
Die Anzahl der Darlehenskonten betrug zum 31.12.2009 in Summe 405.580 (2008: 434.489). Die Ausleihungen lagen zum Jahresende 2009 bei 17.079 Mio. Euro (2008: 16.712 Mio. Euro) und die Finanzierungsleistung bei 3.218 Mio. Euro (2008: 3.638 Mio. Euro).
Bausparen ist Lebensvorsorge
Vorsorge kann von unterschiedlichen Seiten und aus verschiedenen Lebenssituationen heraus betrachtet werden. Das kann ebenso der Zugang zur angestrebten Ausbildung, die Bereitstellung von Studentenwohnungen sein wie die sichere Finanzierung der eigenen vier Wände. Finanzielle Vorsorge im Alter bedeutet auch den Ankauf einer Wohnung. So ein Kauf bringt den geldwerten Vorteil einer Ersparnis der Mietkosten.
Oder Sparen durch eine thermische Sanierung. Die jährlichen Energiekosten für eine durchschnittlich große Wohneinheit liegen bei 2.500 Euro, davon lassen sich durch thermische Sanierung dauerhaft 500 Euro einsparen. Auf zehn Jahre finanziert liegt die Gesamtbelastung bei 29.400 Euro. Die 5.000 Euro Energiekostenersparnis in diesen zehn Jahren bedeuten, über einen zinsenfreien Kredit verfügt zu haben. Energiesparen ist eine interessante Veranlagung. Wenn man die Kostenersparnis als Rendite sieht, ist diese sicher höher, als in anderen Bereichen.
Ein wichtiger Impuls 2009 war die Förderaktion der Bundesregierung zur thermischen Sanierung, ebenfalls ein Wunsch der Bausparkassen und ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Folgen der Finanzkrise, eine Belebung des Bau- und Baunebengewerbes. Bis dato wurde bereits ein Bauvolumen von kapp 500 Mio. Euro realisiert, der Arbeitsmarkteffekt beträgt rund 5.300 Beschäftigte in diesem Bereich. Diese Förderung löste zehn Mal so hohe Bauinvestitionen aus.
Auch 2010 wird ein Jahr des Bausparens
Energie und Geld sparen
Mittelfristig ist weiterhin mit einem Rückgang im Neubau-Bereich zu rechnen. Dem Thema Renovieren wird ein immer größerer Stellenwert zukommen, wobei insbesondere thermische Sanierungen im Vordergrund stehen werden. Die Bausparkassen setzen sich zudem im Sinne ihrer Kunden für eine Neuauflage der 2009 sehr erfolgreichen Aktion der Bundesregierung zur thermischen Sanierung von privaten Ein- und Zweifamilienhäusern ein.
Mehr Möglichkeiten für Darlehensnehmer
Das Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen setzte sich auch erfolgreich für eine Anhebung der maximalen Bauspardarlehenssummen ein: Per 1.1.2010 wurde die Höchstsumme von 150.000 Euro pro Person auf 180.000 Euro angehoben. Im nicht grundbücherlich besicherten Bereich kann ein Darlehensnehmer nun 25.000 Euro statt wie bisher 22.000 Euro in Anspruch nehmen. Die Anhebungen führen zu keiner Erhöhung der Staatsausgaben, bringen aber dem Einzelnen mehr Möglichkeiten, die eigenen vier Wände, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen oder Pflegevorhaben kostengünstig und sicher zu finanzieren.